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Montag, 1. März 2010, 14:33

Electronic Arts: Geschäft liegt am Boden

Die Videospiele-Industrie steht wegen der schlechten Wirtschaftslage stark unter Druck. Wie ein Geschäftsbericht zeigt, leidet auch der Branchen-Riese EA gewaltig.
Das Geschäft des Computerspiele-Entwicklers Electronic Arts liegt weiter am Boden. Nicht mal zu Weihnachten erholten sich die in der Wirtschaftskrise eingebrochenen Verkäufe. Zwar konnte der Konzern im dritten Geschäftsquartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2009) seine Verluste dank eines strikten Sparkurses eingrenzen, doch nachhaltige schwarze Zahlen sind nicht in Sicht.

Die Aktie stürzte nach Bekanntwerden der düsteren Aussichten um mehr als sieben Prozent ab. Branchenkenner hatten mit einer Erholung gerechnet.

Im dritten Geschäftsquartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf gut 1,2 Milliarden US-Dollar zurück. Vor allem die Geschäfte in Nordamerika und Europa liefen schlecht. Harte Einschnitte und der Wegfall von hohen Abschreibungen ließen den Verlust unterm Strich von 641 auf 82 Millionen US-Dollar schrumpfen. Im laufenden vierten Quartal (1. Januar bis 31. März 2010) rechnet Electronic Arts mit einem kleinen Gewinn, um danach gleich wieder in die Verlustzone abzutauchen.
Der Konzern hatte auf die Durststrecke mit dem Abbau von 1.500 Stellen reagiert. Gleichzeitig baut das Management das Geschäft mit Online- und Handyspielen aus. Hier hofft das Unternehmen auf Wachstum, wie Finanzchef Eric Brown im kalifornischen Redwood City ausführte. Erst vor einigen Monaten hatte Electronic Arts den Online-Spiele-Spezialisten Playfish geschluckt.

Die Computer- und Videospiele-Industrie steht vor allem in den USA wegen der Wirtschaftskrise stark unter Druck. Die Zahl der Arbeitslosen ist weiterhin hoch. Im kommenden Geschäftsjahr, das im April 2010 beginnt, rechnet Electronic Arts kaum mit Besserung. Der Verlust soll demnach viel weniger stark zurückgehen als Analysten erwartet hatten.

Nur vereinzelt gibt es Lichtblicke: So verkaufte sich das Fußball-Spiel „Fifa 10“ mittlerweile fast zehn Millionen Mal. Auch das Simulationsspiel „Sims 3“ fand reißenden Absatz. Konzernchef John Riccitiello setzt nun darauf, dass die Neuerscheinungen „Dante’s Inferno“ und „Battlefield – Bad Company 2“ einschlagen. (DPA/ul)
Quelle: ComputerBild
Signatur "Früher saßen Patrioten in der Regierung und Verbrecher im Gefängnis.

Wie sich doch die Zeiten geändert haben."
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